Hygieneplan Corona

1. Einleitung

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Diese erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist eine Übertragung auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, möglich.

2. Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab 19.10.2020

Zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Herbstferien am 19.10.2020 gelten die aktualisierten Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums vom 29.09.2020 (Hygieneplan 6.0).

Grundlegend wichtig sind nach wie vor die Einhaltung der allgemein geltenden Hygienemaßnahmen vor allem bei Aufnahme der Beschulung in vollständigen Lerngruppen ohne Mindestabstand sowie die Möglichkeit der Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten. Beim Auftreten eines Verdachtsfalles wird nach Möglichkeit zunächst der Indexpatient ermittelt und im Anschluss alle Kontaktpersonen in Quarantäne versetzt. Sollten nicht alle Personen ermittelt werden können, kann je nach Umfang des Kontaktmusters die ganze Klasse, mehrere Klassen oder gar die gesamte Schule in Quarantäne versetzt werden.

Der Unterricht findet mit der üblichen Klassenstärke statt. Einzelne Gruppen oder Schülerinnen und Schüler können keinen anderen Lerngruppen oder Klassen zugeteilt werden. Inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht der Lerngruppe oder Klasse teil, der sie angehören.

Von der Einhaltung des Mindestabstands kann nach den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums abgewichen werden.

Gleichwohl sollten auch innerhalb dieser Gruppen direkter Körperkontakt vermieden und die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eingehalten werden.

Minimierung von Kontakten außerhalb der konstanten Lerngruppe

Die Abstandsregel von 1,5 m ist lediglich in der Klasse mit den für sie eingesetzten Personalteams aufgehoben. An Stellen, an denen die konstante Gruppenbildung nicht eingehalten werden kann, gilt sie weiterhin. Dies ist insbesondere zu beachten im Hinblick auf das Ankommen und Verlassen des Schulgebäudes, die notwendigen Schülerbewegungen im Schulgebäude sowie die zeitliche und organisatorische Pausengestaltung. Für unsere Hofpausen sind Aufenthaltsbereiche auf dem Schulhof festen Gruppen zugeordnet.

3. Allgemeine Hygienemaßnahmen

Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Lichtschalter sollen möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern angefasst werden, ggf. muss der Ellenbogen benutzt werden. Mit den Händen soll nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berührt werden, d. h. es soll nicht an Mund, Augen und Nase gefasst werden. Berührungen, Umarmungen und Händeschütteln sind zu vermeiden.

Chorgesang bzw. das Singen im Unterricht kann bis zum 31.01.2021 nicht stattfinden. Der Sportunterricht einschließlich des Schwimmunterrichts, findet im geregelten Klassen- oder Kurssystem der Schule statt. Direkte körperliche Kontakte sind auf das sportartspezifisch notwendige Maß zu reduzieren.

Die Nahrungsmittelzubereitung und Lebensmittelverarbeitung im Unterricht ist nicht zulässig.

Schülerinnen und Schüler dürfen den Präsenzunterricht und andere reguläre Veranstaltungen an Schulen nicht besuchen, wenn sie selbst oder ihre Haushaltsangehörigen Symptome für eine Infektion mit dem Corona-Virus aufweisen.

Darüber hinaus dürfen Schülerinnen und Schüler, die noch nicht zwölf Jahre alt sind, den Präsenzunterricht und andere reguläre Veranstaltungen an Schulen nicht besuchen, solange Angehörige des gleichen Hausstandes aufgrund einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 einer individuell angeordneten Absonderung (Quarantäne) unterliegen.

Beachten Sie dazu bitte die Hinweise „Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen, in Kindertagespflegestellen und in Schulen“ auf unserer Homepage.

3.1. Zugangsregelung Schulgebäude

Personen, die Symptome einer COVID-19-Erkrankung hinweisen, dürfen das Schulgebäude nicht betreten.

Beim Betreten des Gebäudes am Morgen wird eine Handdesinfektion vorgenommen sowie auf regelmäßiges Händewaschen, z. B. nach den Pausen geachtet.

3.2. Regelmäßig Hände waschen

Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Betreten der Schule, vor und nach dem Essen, vor und nach dem Toilettengang, nach den Pausen und vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske).

Die Händehygiene erfolgt durch

a) Händewaschen mit Seife für 20-30 Sekunden (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/) oder, falls nicht möglich,

b) Händedesinfektion: Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände einmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de). Vorhandene elektrische Händetrockner (Heißluftgebläse) sollen bis auf weiteres nicht benutzt werden.

3.3 Raumhygiene

Lüften: Es wird auf eine intensive Lüftung der Räume geachtet. Mindestens alle 20 Minuten wird eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über 3-5 Minuten vorgenommen. Hierzu werden akustische Signaltöne und/oder die App der Unfallkasse Hessen genutzt.

Reinigung: Auf eine regelmäßige Reinigung des Schulgebäudes wird geachtet (regelmäßige Oberflächenreinigung, insbesondere Türklinken, Lichtschalter, Treppen- und Handläufe). Eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen wird auch in der jetzigen SARS-CoV-2-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung ausreichend. Die Sanitärräume werden täglich zwischengereinigt. Die Klassenräume werden nach Nutzung für den nächsten Tag gereinigt.

Bei der Benutzung des Computerraums werden die Geräte (insbesondere Tastatur und Maus) grundsätzlich nach jeder Benutzung mit handelsüblichen milden Reinigungsmitteln oder Reinigungstüchern gereinigt werden. Soweit dies aufgrund der Besonderheiten der Geräte o. Ä. nicht möglich ist, müssen vor und nach der Benutzung die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden, und die Benutzer werden darauf hingewiesen, dass in diesem Fall insbesondere die Vorgaben zur persönlichen Hygiene (Vermeidung des Berührens von Augen, Nase, Mund) einzuhalten sind.

3.4 Hygiene im Sanitärbereich

Damit sich jeweils nur eine Schülerin bzw. nur ein Schüler in den Sanitärräumen aufhält, muss die „Toilettenampel“ vor der Zugangstür genutzt und beachtet werden.

3.5 Richtig husten und niesen

Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, wird oft für höflich gehalten. Aus gesundheitlicher Sicht aber ist dies keine sinnvolle Maßnahme: Dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände oder beim Hände schütteln an andere weitergereicht werden. Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachtet werden, die auch beim Niesen gilt:

  • Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  • Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen. Dieses nur einmal verwenden und es anschließend entsorgen.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich dabei von anderen Personen abwenden.

3.6 Mindestabstand

Soweit es für den Unterrichtsbetrieb im regulären Klassen- und Kursverband sowie im Ganztag erforderlich und nach den infektionsschutzrechtlichen Vorgaben des Landes Hessen zulässig ist, kann von der Einhaltung des Mindestabstands insbesondere zwischen Schülerinnen und Schülern des Klassenverbands, den unterrichtenden Lehrkräften, dem Klassenverband zugeordneten Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal in allen Jahrgangsstufen abgewichen werden. Im Schulbetrieb ist auch die Bildung konstanter Lerngruppen nicht mehr unbedingt erforderlich. Soweit möglich, lassen sich durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) allerdings im Falle einer Infektion Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen.

Wo immer möglich, sollte insbesondere bei Besprechungen, Konferenzen sowie schulbezogenen Veranstaltungen ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.

3.7 Mund-Nase-Bedeckung

Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände gemäß des Hygieneplan Corona für die Schulen in Hessen vom 12.08.2020 Pflicht. Bitte beachten Sie zum Tragen der Maske die „Hinweise des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte“ im Hygieneplan 6.0, Seite 7 auf unserer Homepage.

Die Maskenpflicht besteht mit Ausnahme des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) oder einer geeigneten textilen Barriere im Sinne einer Mund-Nase-Bedeckung (sogenannte Behelfsmasken, z. B. Textilmasken aus Baumwolle) ist für alle Personen auf dem Schulgelände (Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal, Schülerinnen und Schüler, Externe) verpflichtend. Auf dem Weg zum Schulgebäude, beim Betreten des Gebäudes bis zum Sitzplatz im Klassenzimmer, auf dem Weg zu den Sanitärräumen und bei Betreten derselben, in den Hofpausen sowie nach Schulschluss, sobald der Klassenraum verlassen wird.

Gesichtsvisiere oder FaceShields dürfen ersatzweise verwendet werden. Dies wird jedoch nicht empfohlen, da diese nicht in gleichem Maße einer Ausbreitung von Viren entgegenwirken, wie eine Mund-Nase-Bedeckung.

Eine Mund-Nase-Bedeckung muss nicht getragen werden von

Schülerinnen und Schülern,

  • sobald diese ihren Unterrichtsraum erreicht haben,
  • während des Ausübens von Sport, auch außerhalb des Unterrichts im Klassen- oder Kursverband,

Lehrkräften und sonstigem Personal, soweit diese ihren jeweiligen Arbeitsplatz bei Unterricht im Klassen- oder Kursverband erreicht haben (z. B. bei Lehrkräften im Unterrichtsraum; bei Sportlehrkräften der Ort des jeweiligen Sportunterrichts außerhalb der Begegnungsflächen) sowie

allen Personen,

  • für welche nachweislich aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht möglich oder unzumutbar ist oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist. Dies ist durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachzuweisen.

Auch beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist unbedingt darauf zu achten, dass die vorgegebenen Hygienevorschriften eingehalten werden. Das Risiko, eine andere Person über eine Tröpfcheninfektion anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz).

3.8 Erste Hilfe

Sowohl die Ersthelferin oder der Ersthelfer als auch die hilfebedürftige Person sollten – soweit möglich – eine geeignete Mund-Nase-Bedeckung tragen. Die Ersthelferin oder der Ersthelfer muss darüber hinaus Einmalhandschuhe zum Eigenschutz tragen. Besondere Bedeutung haben die allgemeinen Hygieneregeln (hygienisches Händewaschen oder ggf. Hände desinfizieren, Husten- und Nies-Etikette) für die Ersthelfenden.

3.9 Hinweise zum Sport- und Musikunterricht

Sportunterricht und Musikunterricht können nach den in der Anlage 2 und 3 (vgl. Homepage) beigefügten Grundsätzen stattfinden.

 4. Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs

Auch Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder einer Immunschwäche bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, unterliegen der Schulpflicht.

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer individuellen ärztlichen Bewertung im Falle einer Erkrankung dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, können grundsätzlich vor Ort im Präsenzunterricht in bestehenden Lerngruppen beschult werden, wenn besondere Hygienemaßnahmen (insbesondere die Abstandsregelung) für diese vorhanden sind bzw. organisiert werden können.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer Befreiung dieser Schülerinnen und Schüler von der Unterrichtsteilnahmepflicht in Präsenzform. Ein ärztliches Attest ist vorzulegen. Dieses gilt längstens für einen Zeitraum von drei Monaten. Ebenso ist die Vorlage eines ärztlichen Attests erforderlich, wenn Personen mit Grunderkrankungen mit der Schülerin oder dem Schüler in einem Haushalt leben. Auch dieses ist längstens drei Monate gültig.

Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler tritt der Distanzunterricht an die Stelle des Präsenzunterrichts; ein Anspruch auf bestimmte Formen des Unterrichts besteht nicht.

4.1 Im Krankheitsfall

Bei Krankheitszeichen (z. B. Fieber ab 38°, trockener Husten, Störung des Geschmacks-/Geruchssinns) muss die Schülerin bzw. der Schüler auf jeden Fall zu Hause bleiben. (Beachten Sie dazu bitte auch "Umgang mit Krankheitssymptomen" auf unserer Homepage.)

Bei Auftreten von Symptomen für eine Infektion mit dem Corona-Virus während der Unterrichtszeit werden die betreffenden Schülerinnen und Schüler isoliert und es muss so schnell wie möglich eine Abholung durch die Eltern erfolgen.

Wichtig:           Bitte teilen Sie der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer Ihres Kindes mit, falls sich die aktuelle Notfallnummer geändert hat!

5. Veranstaltungen, Schülerfahrten

Bei Schulveranstaltungen, wie insbesondere Elternabenden und Informationsveranstaltungen, haben die Teilnehmenden eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Mehrtägige Schulfahrten sind bis Ende Januar 2021 ausgesetzt. Ebenso sind schulübergreifende schulsportliche Wettbewerbe bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt.

6. Anpassung an das Infektionsgeschehen

Die nach wie vor sehr dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie erfordert es, das Infektionsgeschehen weiterhin lokal, regional und landesweit sensibel zu beobachten. Jedem neuen lokalen Ausbruch des Corona-Virus wird zusammen mit den kommunalen Entscheidungsträgern und insbesondere den zuständigen Gesundheitsämtern konsequent begegnet. Die örtlichen Gesundheitsämter setzen sich ins Benehmen mit den jeweiligen Staatlichen Schulämtern und ordnen die erforderlichen Maßnahmen an.