Hygieneplan Corona

1. Einleitung

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Diese erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist eine Übertragung auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, möglich.

2. Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab 17.08.2020

Zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Sommerferien am 17.08.2020 gelten die aktualisierten Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums vom 12.08.2020.

Grundlegend wichtig sind nach wie vor die Einhaltung der allgemein geltenden Hygienemaßnahmen vor allem bei Aufnahme der Beschulung in vollständigen Lerngruppen ohne Mindestabstand sowie die Möglichkeit der Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten. Beim Auftreten eines Verdachtsfalles wird nach Möglichkeit zunächst der Indexpatient ermittelt und im Anschluss alle Kontaktpersonen in Quarantäne versetzt. Sollten nicht alle Personen ermittelt werden können, kann je nach Umfang des Kontaktmusters die ganze Klasse, mehrere Klassen oder gar die gesamte Schule in Quarantäne versetzt werden.

Der Unterricht findet mit der üblichen Klassenstärke statt. Einzelne Gruppen oder Schülerinnen und Schüler können keinen anderen Lerngruppen oder Klassen zugeteilt werden. Inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler nehmen am Unterricht der Lerngruppe oder Klasse teil, der sie angehören.

Von der Einhaltung des Mindestabstands kann nach den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums abgewichen werden.

Gleichwohl sollten auch innerhalb dieser Gruppen direkter Körperkontakt vermieden und die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eingehalten werden.

Minimierung von Kontakten außerhalb der konstanten Lerngruppe

Die Abstandsregel von 1,5 m ist lediglich in der Klasse mit den für sie eingesetzten Personalteams aufgehoben. An Stellen, an denen die konstante Gruppenbildung nicht eingehalten werden kann, gilt sie weiterhin. Dies ist insbesondere zu beachten im Hinblick auf das Ankommen und Verlassen des Schulgebäudes, die notwendigen Schülerbewegungen im Schulgebäude sowie die zeitliche und organisatorische Pausengestaltung. Die Hofpausen werden zeitlich versetzt durchgeführt. Die Schülerinnen der ersten und zweiten Schuljahre gehen gemeinsam in die Pause sowie die Kinder der dritten und vierten Schuljahre.

 

3. Allgemeine Hygienemaßnahmen

Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Lichtschalter sollen möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern angefasst werden, ggf. muss der Ellenbogen benutzt werden. Mit den Händen soll nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berührt werden, d. h. es soll nicht an Mund, Augen und Nase gefasst werden. Berührungen, Umarmungen und Händeschütteln sind zu vermeiden.

3.1. Zugangsregelung Schulgebäude

Personen, die Symptome einer COVID-19-Erkrankung hinweisen, dürfen das Schulgebäude nicht betreten.

Beim Betreten des Gebäudes am Morgen wird eine Handdesinfektion vorgenommen sowie auf regelmäßiges Händewaschen, z. B. nach den Pausen geachtet.

3.2. Regelmäßig Hände waschen

Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Betreten der Schule, vor und nach dem Essen, vor und nach dem Toilettengang und vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske).

Die Händehygiene erfolgt durch

a) Händewaschen mit Seife für 20-30 Sekunden (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/) oder, falls nicht möglich,

b) Händedesinfektion: Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände einmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de). Vorhandene elektrische Händetrockner (Heißluftgebläse) sollen bis auf weiteres nicht benutzt werden.

3.3 Raumhygiene

Lüften: Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 Minuten ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden. Können aufgrund baulicher Maßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist er für den Unterricht nicht geeignet.

Reinigung: Auf eine regelmäßige Reinigung des Schulgebäudes ist zu achten. Eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen wird auch in der jetzigen SARS-CoV-2-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung völlig ausreichend.

Chorgesang bzw. das Singen im Unterricht kann bis zum 31.01.2021 nicht stattfinden. Der Sportunterricht einschließlich des Schwimmunterrichts, findet im geregelten Klassen- oder Kurssystem der Schule statt. Direkte körperliche Kontakte sind auf das sportartspezifisch notwendige Maß zu reduzieren.

Fachräume (z.B. PC-/Werkraum) können nur mit einer Pause von mindestens 3 Schulstunden erneut von einer anderen Klasse/Gruppe genutzt werden. Zusätzlich muss intensiv gelüftet werden und die Oberflächen müssen desinfiziert werden.

3.4 Hygiene im Sanitärbereich

Damit sich jeweils nur eine Schülerin bzw. nur ein Schüler in den Sanitärräumen aufhält, muss die „Toilettenampel“ an der Zugangstür genutzt und beachtet werden.

3.5 Richtig husten und niesen

Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, wird oft für höflich gehalten. Aus gesundheitlicher Sicht aber ist dies keine sinnvolle Maßnahme: Dabei gelangen Krankheitserreger an die Hände und können anschließend über gemeinsam benutzte Gegenstände oder beim Hände schütteln an andere weitergereicht werden. Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachtet werden, die auch beim Niesen gilt:

  • Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen.
  • Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen. Dieses nur einmal verwenden und es anschließend entsorgen.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und sich dabei von anderen Personen abwenden.

3.6 Mindestabstand

Soweit es für den Unterrichtsbetrieb im regulären Klassen- und Kursverband sowie im Ganztag erforderlich und nach den infektionsschutzrechtlichen Vorgaben des Landes Hessen zulässig ist, kann von der Einhaltung des Mindestabstands insbesondere zwischen Schülerinnen und Schülern des Klassenverbands, den unterrichtenden Lehrkräften, dem Klassenverband zugeordneten Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal in allen Jahrgangsstufen abgewichen werden. Im Schulbetrieb ist auch die Bildung konstanter Lerngruppen nicht mehr unbedingt erforderlich. Soweit möglich, lassen sich durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) allerdings im Falle einer Infektion Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen.

Wo immer möglich, sollte insbesondere bei Besprechungen, Konferenzen sowie schulbezogenen Veranstaltungen ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.

3.7 Mund-Nase-Bedeckung

Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände gemäß dem Hygieneplan Corona für die Schulen in Hessen vom 12.08.2020 Pflicht.

D.h. auf dem gesamten Schulgelände besteht eine Maskenpflicht: Auf dem Weg zum Schulgebäude, beim Betreten des Gebäudes bis zum Sitzplatz im Klassenzimmer, auf dem Weg zu den Sanitärräumen und bei Betreten derselben, in den Hofpausen sowie nach Schulschluss, sobald der Klassenraum verlassen wird.

4. Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs

Auch Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer vorbestehenden Grunderkrankung oder einer Immunschwäche bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, unterliegen der Schulpflicht.

• Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer individuellen ärztlichen Bewertung im Falle einer Erkrankung dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind, können grundsätzlich vor Ort im Präsenzunterricht in bestehenden Lerngruppen beschult werden, wenn besondere Hygienemaßnahmen (insbesondere die Abstandsregelung) für diese vorhanden sind bzw. organisiert werden können.

• Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer Befreiung dieser Schülerinnen und Schüler von der Unterrichtsteilnahmepflicht in Präsenzform. Ein ärztliches Attest ist vorzulegen. Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler tritt der Distanzunterricht an die Stelle des Präsenzunterrichts; ein Anspruch auf bestimmte Formen des Unterrichts besteht nicht.

4.1 Im Krankheitsfall

Bei Krankheitszeichen (z. B. Fieber ab 38°, trockener Husten, Störung des Geschmacks-/Geruchssinns) muss die Schülerin bzw. der Schüler auf jeden Fall zu Hause bleiben. (Beachten Sie dazu bitte auch "_Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen".)

Im Falle einer akuten Erkrankung eines Kindes in der Schule muss so schnell wie möglich eine Abholung durch die Eltern erfolgen.

Wichtig:           Bitte überprüfen Sie, ob Ihre im Sekretariat hinterlegten Notfallnummern aktuell sind!